Regen

Endlich!

Ganz Korschenbroich ist vom Regen vergraut

Ganz Korschenbroich? Nein! Ein von unbeugsamen Sommerblumen bevölkertes Gärtchen hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten…

Erkannt? (Kleiner Hinweis: Ersetze Korschenbroich durch Gallien und den Regen durch die Römer ... na, klingelts?) Egal. Was ich damit sagen wollte … Diese meteorologische Ausnahmesituation (= mehrtägiger Dauerregen) ist einer der Gründe, warum ich Nachtkerzen mag. Ihre hellgelben Blüten strahlen nämlich, wenn alles andere im Dunkel versinkt. Mag das Dunkel nun durch den Regen oder die Nacht zu uns kommen, denn, wie der Name schon sagt, ist die Nachtkerze eine Pflanze, die nachts blüht. Im Laufe der zunehmenden Dämmerung öffnen sich die Blüten innerhalb weniger Minuten! Das geht wirklich ratzfatz und es zu beobachten ist der Hit! (Übrigens ist die Nachtkerze ziemlich clever und lässt sich nicht durch eigenhändig durchgeführte Versuchsanordnungen wie übergestülpte braune Papiertüten derart foppen, dass sie schon vormittags aufgeht…). Sobald die Blüten offen sind, beginnen sie zu duften. Und ruckzuck kommen die ersten Nachtfalter angedudelt und saugen den Nektar heraus. Die Blüten bleiben, je nach Wetter (!) bis zum Mittag des Folgetags geöffnet. An heißen, trockenen Tagen sind sie schnell verblüht, an Tagen wie heute halten sie sich länger (mal schauen, wie lang!).

Die dicke, fleischige Pfahlwurzel der Nachtkerze soll übrigens im ersten Jahr, wenn sich die Blattrosette gebildet hat, sehr gut nach rohem Schinken schmecken. Ich glaube, das werde ich nächstes Jahr mal ausprobieren …

Endlich Regen!

Natürlich wollte ich Regen. Gern auch viel. Am liebsten aber natürlich a) nur nachts und b) nicht zu fest, damit der Boden nicht verkrustet.
Manchmal kommt es allerdings anders, als man denkt. Heute mit Hagel (oder Graupel? Bin bei meteorologischen Fachbegriffen nicht up-to-date). Naja, immerhin überhaupt mal Wasser von oben. Jetzt haben auch meine Saaten eine Chance … ;-)

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