Mai

Der Kumpel schrumpelt

Noch sind sie frisch ...

Er schrumpelt nicht selbst sondern das, was man hineintut. Den Trockenschrank haben wir selbst gebaut. Er besteht aus einem licht- und fliegendichten Schrank mit Edelstahlgittern, einem Sonnekollektor, der über ein Rohr mit der Unterseite des Schranks verbunden ist und Luftauslasslöchern knapp unter dem Dach (für mehr Fotos auf „weiterlesen“ klicken). Die Luft wird im Kollektor erwärmt, durchströmt den Schrank wie einen Kamin und tritt oben wieder aus. Die Kräuter, in diesem Fall Zitronenmelisse, sind innerhalb von 1-2 Tagen perfekt trocken.

Herr Meyer blüht

Obwohl er im Winter mehr als zwei Drittel seiner Blätter und Äste verloren hat, gibt es zwei Blüten. Bin gespannt, ob daraus auch Zitronen werden … Fortsetzung folgt.

Vorsichtige Bohnen

Pionierbohnen erkunden das Gelände

Die Buschbohnen, die ich Anfang letzter Woche gesät habe, schauen schon vorsichtig heraus. Es war warm und ich habe sie feucht gehalten, daher sind sie recht schnell gekeimt. Sobald alle da sind, häufele ich sie ein bisschen an, damit sie später, wenn sie voller Bohnen hängen, nicht umfallen.
Buschbohnen kann man übrigens noch bis Anfang Juli regelmäßig säen, Stangenbohnen nur bis Anfang Juni.

Bieni-Schwärmerei

Bienenschwarm im Apfelbäumchen

Endlich sind sie geschwärmt! Nach wochenlangem Herumlungern an der Außenseite des Bienenkorbs war es gestern Nachmittag endlich so weit. Die alte Königin ist mit der Hälfte des Volkes aufgebrochen zu neuen – Ästen. In diesem Fall: Unser Roter Boskoop. Der Imker hat alle Termine abgesagt und die Herrschaften eingesammelt.
(Für weitere Bilder bitte auf „weiterlesen“ klicken)
Der Schwarm besteht immer aus der alten Königin und den Bienen, die sich um sie herum scharen. Die neue Königin bleibt mit der anderen Hälfte der Bienen im alten Stock.
Will man einen Schwarm fangen, muss man die Königin mit einkassieren, sonst hauen alle Bienen wieder ab – sie gehen immer dorthin, wo ihre Königin ist. Also legt der Imker Plastikplanen unter dem Schwarm aus, besprüht die Bienen mit Wasser, damit die Flügel nass und somit fluguntauglich werden, und fegt oder schüttelt dann ALLE Bienen in ein großes Behältnis (hier eine extra ausgestattete Plastiktonne). Die nassen Bienen, die nicht im Schwarmfangkorb gelandet sondern zu Boden gefallen sind, werden von der Plastikplane in den Korb geschüttelt.
Weil immer etliche Bienen KEIN Wasser abbekommen haben, schwirren sie herum und gelangen nicht in den Schwarmfangkorb. Deshalb lässt der Imker ein Flugloch offen und den Korb an Ort und Stelle stehen, damit diese Nachzügler wieder zu ihrer Königin hereinkönnen. Wenn die Königin nicht im Schwarmfangkorb sitzt, fliegen durch dieses Loch leider auch ALLE Bienen wieder raus.
Die mit ihrer Königin im Fangkorb befindlichen Bienen beginnen sofort mit dem Bau einer Wabe, wofür extra ein Holz eingezogen ist, an das sie anbauen können. Wenn dann auch die Nachzügler da sind, werden alle Bienen in ihren neuen Bienenstock umgesiedelt, heißt wieder: Deckel auf, Bienen reinschütten, Deckel zu.
Und dann hoffen der Imker und seine Frau, dass das neue Volk mit der alten Königin wächst und gedeiht und sich stark vermehrt, um die Verluste des letzten Winters auszugleichen.

Haps und weg

Oh, entschuldigung!

Eigentlich wollte ich euch die erste reife Erdbeere aus dem eigenen Garten ganz zeigen. Aber dann war die Gier so groß … Nun ist nur noch der Stiel übrig. Peinlich. Aber lecker war sie!

Ach du Dicke Bohne!

Noch ohne Bohne aber schon dick

Na ja, noch sind keine Bohnen da, noch nicht einmal Blüten. Aber ganz viele Ansätze. Dies ist eine neue Sorte, weil meine über Jahre kultivierten „Frühen Weißkeimigen“ 1,50 Meter hoch werden und dann immer umfallen. Wenn sie dann so aufeinanderliegend hat der Rostpilz beste Bedingungen! Dieses Jahr also der erste Versuch mit „Ratio“. Die Pflanzen sind schnell gewachsen, sehen gesund aus und sind standfest. Wenn sie jetzt noch massenhaft Ertrag bringen und zwar BALD, bin ich glücklich ;-). Übrigens: Dicke Bohnen kann man ab Februar aber auch jetzt noch säen!

Herr Meyer hat stark abgenommen

Ehemals ein stattlicher Kerl ...

So wie es verschiedene Apfelsorten gibt (Delicious, Jonagold, Boskoop, Ingrid Marie, etc.), gibt es auch Zitronensorten. Unser Baum gehört zur Sorte „Meyer“, weshalb wir die im Biogarten eher ungewöhnlich förmliche Anrede „Herr Meyer“ verwenden. Herr Meyer hat im Winter einen Frostschaden erlitten und musste stark beschnitten werden. Nun geht es ihm aber wieder gut, und wir hoffen auf weitere leckere Früchtchen – auch wenn die wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen werden.

Der Mais kommt

Mais mit Spinat und Salat, dazwischen Brennessel-Mulch

Im letzten Jahr hatten die Mäuse (!) jedes keimende Maiskorn ausgebuddelt und in ihr Nest verschleppt, wo ich sie Wochen später fand. Dieses Jahr habe ich den Mais in Anzuchtschalen gesät, hermetisch dicht mit Vlies eingepackt und voilà: nun wächst er!

Gerade noch rechtzeitig

Erbeerbeet mit Stroh und Netz
Kurz vor dem Gewitter schnell auf Stroh gebettet

habe ich die Erdbeeren auf Stroh gebettet und ein Netz darüber gelegt. Das Stroh verhindert, dass die Früchte auf dem Boden liegen. So bleiben sie sauber, trocknen nach einem Regen schneller ab und schimmeln nicht so schnell. Das Netz hält die Vögel fern, die nämlich auch große Erdbeerliebhaber sind. Nach dem Motto: „Mer mut och jönne könne“ gibt es aber genügend Erdbeerpflanzen, die NICHT abgedeckt sind. Daran dürfen die Piepmätze sich gütlich tun.

Erfroren

Der März war der Wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, also begann die Feige mit ihrem Blatt- und Fruchtwachstum. Dann kam der April: kalt, trocken, eine Nacht -3°C. Und alles, was die Feige schon fröhlich in die Märzsonne gestreckt hatte, erfror. Zum Glück schiebt der Strauch einfach neue Blätter nach und hoffentlich auch Früchtchen.
Ebenso erfroren sind etliche Erdbeerblüten (auf „weiterlesen“ klicken). Ist die Mitte der Blüte schwarz, ist sie tot, ist sie gelb, besteht noch Hoffnung. Und Hoffnung ist doch Gärtners zweiter Vorname, oder ?

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