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Dicke Bohnen | 41352 - Einfach besser leben

Dicke Bohnen

Ach du Dicke Bohne!

Noch ohne Bohne aber schon dick

Na ja, noch sind keine Bohnen da, noch nicht einmal Blüten. Aber ganz viele Ansätze. Dies ist eine neue Sorte, weil meine über Jahre kultivierten „Frühen Weißkeimigen“ 1,50 Meter hoch werden und dann immer umfallen. Wenn sie dann so aufeinanderliegend hat der Rostpilz beste Bedingungen! Dieses Jahr also der erste Versuch mit „Ratio“. Die Pflanzen sind schnell gewachsen, sehen gesund aus und sind standfest. Wenn sie jetzt noch massenhaft Ertrag bringen und zwar BALD, bin ich glücklich ;-). Übrigens: Dicke Bohnen kann man ab Februar aber auch jetzt noch säen!

So weit waren wir doch schon ...

Spinat Keimblätter
Der Spinat traut sich nicht raus bei der Kälte

… vor drei Wochen. Wegen des Kälteeinbruchs verweigern die meisten Pflanzen das Wachstum, hier zum Beispiel der Spinat. Nur die Dicken Bohnen machen einen auf Dicke Hose und lassen sich auch von winterlichen Temperaturen nicht beeindrucken (für das Dicke Hosenbohnen Foto auf „weiterlesen“ klicken“).

Noch nie zuvor ...

Überblick über den Gemüsegarten
Wow!

…war ich Anfang April so weit mit den Vorbereitungen im Gemüsegarten. Der gesamte Vorgarten ist von der Winterdecke befreit, mit Grabgabel vorsichtig belüftet, von überwinterndem Unkraut befreit, mit Kompost versorgt, feinkrümelig geharkt und fast völlig gemulcht. Kein Mulch ist dort, wo die Kartoffeln gelegt sind, weil ich nicht wusste, ob der Kartoffelverantwortliche dies wünscht oder nicht. Er wünscht, also muss ich in der Nachbarschaft nach Brennesseln suchen, denn meine sind alle verteilt.
Vorn unter dem hohen Netz sind die Erbsenkeimlinge vor Vögeln geschützt, die sie sonst gern aus dem Boden rupfen. Unter dem platten Vlies befindet sich Salat, unter dem halbrunden Vlies hatte ich schon Spitzkohlpflanzen ausgesetzt, die aber leider weg sind. Dort habe ich neuen Spitzkohl ausgesät. Die 4 Reihen Dicke Bohnen, so schon 5 Zentimeter groß sind, sind total krumm und schief, weil das Brett, auf dem ich herumlaufe, um den Boden nicht zu verdichten, sich im letzten Jahr stark verzogen hat.
Unter den Brennesseln, die zum Schutz vor Sonne, Wind und Starkregen auf dem Boden liegen, keimen schon früh gesäte Radieschen, Möhren und Spinat. Hoffe ich zumindest, kann man ja jetzt nicht so richtig sehen. Und nass ist alles, weil ich gestern ausgiebig gewässert habe.
Wer noch nicht so weit ist, muss sich aber nicht grämen! Der April, der alle Wetterextreme kennt, ist beim Wachstum ein großer Ausgleicher. Wenn die nächsten Tage kühl werden, stellen die Samen ihre Entwicklung auf „Pause“. Unter Umständen sind also Anfang Mai die Sämereien alle gleich groß, egal, ob sie am 9. oder am 20. April ausgesät wurden!

Grüße aus der Vergangenheit

Fast erntereif sind diese Dicken Bohnen. Zwei oder drei Wochen brauchen sie noch maximal, bis die Bohnenkerne so dick sind, dass sich die Ernte lohnt.

Die Pflanze ist natürlich noch vom letzten Jahr. Da Bohnen Stickstoffsammler sind, lasse ich die Wurzeln nach der Ernte immer im Boden und pflanze einfach zwischen die Reihen das, was in der zweiten Saisonhälfte dort wachsen soll (in dem Fall war es Grünkohl).

Diese Wurzel hat wieder ausgetrieben und es gab für mich keinen Grund, sie abzuschneiden. Ich wusste ja, dass der Austrieb im Winter kaputtfriert. Nur – in welchem Winter? Jetzt sieht es also nach einer baldigen Ernte aus, während die Dicken Bohnen, die ich dieses Jahr gelegt habe, auch schon dreißig Zentimeter hoch sind und erste Blüten zeigen.

Neue Nachbarn

Die Dicken Bohnen (links im Bild) haben neue Nachbarn bekommen: Unter einem Schutznetz (gegen Tauben, die gern Kohlblätter futtern) stehen Salate, Kohlrabi und Spitzkohl friedlich nebeneinander. Salat und Kohlrabi werden jung geerntet, damit der Spitzkohl dann, wenn er richtig an Masse zunimmt, den benötigten Platz hat.

Saatbeet nach getaner (!) Arbeit

So (links des Bretts) sieht das Beet aus, in dem ich die Dicken Bohnen gelegt habe. Nach der Arbeit. Komisch? Naja, das ist eben Ansichtssache.

Auf dem Beet wuchs Gründüngung. Die hatte ich letztes Jahr gesät, damit sie noch ein kleines bisschen Bodendecke entwickelt, bevor der Winter sie killt. Welcher Winter? Eben! Der Winter blieb aus und die Gründungung wuchs und gedieh. Und zwar sowohl ober- als auch unterirdisch. Die oberirdischen Teile habe ich mit der Sense gekappt und entfernt, aber die Wurzeln haben fleißig Stickstoff gesammelt, dafür hatte ich diese Sommerwicken ja auch ausgewählt. Nun sind die schicken Knöllchen an den Wurzeln prall voll Nährstoffen für die Folgesaat. Da wäre ich ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich die jetzt ausreißen würde.

Also habe ich mir – anders, als es hier den Anschein hat – ganz besonders große Mühe gegeben: Die fiesen Gewächse vorsichtig entfernt (hauptsächlich Gras, das bei mir leider überall wuchert sowie Kriechender Hahnenfuß, mit dem ich mir seit Jahren einen heftigen Schlagabtausch liefere) und die Guten (nämlich die Wurzeln mit den Stickstoffprallen Knöllchenbakterien dran) stehen gelassen. Mit dem Vierzahn (Grubber mit 4 geraden Zinken statt 3 gekrümmten) vorsichtig gelockert und die Dicken Bohnen gesät.

In einigen Wochen (je nach Wetter 3-4) werde ich zwischen den Reihen nochmal hacken und dann mulchen. Und dann muss ich bis zur Ernte (ca. Mitte Juni) an dem Beet eigentlich nix mehr tun. So weit die Theorie. Über die Praxis berichte ich dann hier … ;-)

Die Dicken Bohnen blühen

Das ist ein botanisches Wunder, denn ich habe noch gar keine Bohnen gesät (oder gelegt, wie man hier bei uns sagt, sofern es sich um Bohnen handelt).

Aber tatsächlich ist es kein botanisches, sondern ein meteorologisches Wunder – oder zumindest eine Anomalie. Nämlich im Winter. Die Bohne, die da mit der Blüte beginnt, ist ein neuer Spross aus einer abgeschnittenen aber nicht ausgerissenen Pflanze vom letzten Jahr. Normalerweise friert im Winter alles ab. Aber wenn kein Winter, dann kein Abfrieren, dann also Blüte im Februar. Mir soll es recht sein.

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