Erdbeeren

Schluss mit Wusel

Erdbeergewusel mit (Un-)Kräutern garniert

Erdbeeren sind ja die absoluten Wuselweltmeister. Die Pflanzen der „normalen“ Erdbeeren (es gibt auch rankenlose Sorten) treiben im Spätsommer lange Ranken aus, an deren Ende sich eine neue Pflanze bildet. So „geerdet“, wächst die Ranke weiter und bildet eine neue Pflanze, wächst weiter, … Dieses Spiel treibt JEDE Pflanze und die Ranken wachsen in alle Himmelsrichtungen, über- und untereinander und am Schluss ist es ein dicht gewebter Teppich, der alle 10 cm am Boden festgewachsen ist. Zwischendrin sprießt Unkraut (ja, ich weiß, es gibt kein Unkraut, also: sprießt Zeug, das dort nicht wachsen soll).
Belässt man es dabei, hat man in wenigen Jahren einen Erdbeerpflanzengarten ohne nennenswerten Ertrag. Das ist nicht das Ziel meiner Erdbeerbeetes. Deshalb: Aufräumen!
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Und so schön gerade und in Reih und Glied sieht das Beet aus, das im nächsten Jahr hoffentlich reiche Ernte bringt. Die langen Blätter zwischen den Reihen sind Blätter vom Beinwell, der den frisch geharkten Boden vor dem angekündigten Starkregen schützen soll und außerdem, wenn sie über den Winter zersetzt werden, viel Kalium freigeben. Das mögen die Erdbeeren fast so sehr wie ich Erdbeeren mag ;-)

Vorher-Nachher

Der Rucola im Erdbeerbeet

Mensch, wie die Zeit fliegt. Der August ist schon da und ich hatte in den letzten Wochen viel Arbeit und wenig Zeit für den Garten. Daher war das Erdbeerbeet zum Hauptlieferanten unserer abendlichen Salat-Sausen geworden, denn der Rucola, der sich dort von selbst vermehrte, hatte alles überwuchert. Sehr lecker – aber die Erdbeerpflanzen müssen jetzt Kraft sammeln für die nächste Saison. Die Entscheidung fiel also gegen den Rucola (der ja auch noch an vielen anderen Stellen wächst).
Und so (auf „weiterlesen“ klicken) sieht das Erdbeerbeet jetzt aus. Der Rucola ist kleingeschnitten zwischen den Pflanzen gelandet, so kann er den Boden vor Austrocknung schützen (haha, ein Blick in die Wettervorhersage hätte mir verraten können, dass aus dieser Richtung keine Gefahr droht) und dient vor allem der Düngung. Während er dort langsam verrottet, gibt er dem Boden, auf dem er gewachsen ist, die Nährstoffe zurück, die er ihm entzogen hatte.
Die Erdbeerreihen sind jetzt einigermaßen ordentlich, obwohl ich viele Ableger der Sorte „Honeoye“ noch an den Pflanzen gelassen habe. Die kann ich erst umpflanzen, wenn der Weißkohl, der da noch im Weg rumsteht, gehobelt und im Sauerkrautfass gelandet ist. Aber dann kommt die 4. Reihe zum Erdbeerbeet dazu.
Wer ein Erdbeerbeet neu anlegen möchte, sollte das bald tun. Je länger die Pflanzen vor dem Winter Zeit zum Wachsen und zum Wurzeln haben, desto größer fällt im nächsten Frühjahr die Ernte aus. Zu einem guten Start gehört ein sonniger (!) Platz, eine ordentliche Kompostgabe und vor allem zu Beginn ausreichend Wasser (ist in unserer Region aktuell in Form von Regen reichlich vorhanden). Wer außerdem Schachtelhalmbrühe oder –jauche zur Verfügung hat, gibt den Erdbeerpflanzen zwei, vier und sechs Wochen nach der Pflanzung davon ordentlich einen mit (Brühe auf die Blätter spritzen, Jauche auf den Boden gießen). Das stärkt die Pflanzen gegen Pilzbefall, der zum Teil von unten die Wurzeln befällt und zum Teil von oben die Blätter.

Haps und weg

Oh, entschuldigung!

Eigentlich wollte ich euch die erste reife Erdbeere aus dem eigenen Garten ganz zeigen. Aber dann war die Gier so groß … Nun ist nur noch der Stiel übrig. Peinlich. Aber lecker war sie!

Gerade noch rechtzeitig

Erbeerbeet mit Stroh und Netz
Kurz vor dem Gewitter schnell auf Stroh gebettet

habe ich die Erdbeeren auf Stroh gebettet und ein Netz darüber gelegt. Das Stroh verhindert, dass die Früchte auf dem Boden liegen. So bleiben sie sauber, trocknen nach einem Regen schneller ab und schimmeln nicht so schnell. Das Netz hält die Vögel fern, die nämlich auch große Erdbeerliebhaber sind. Nach dem Motto: „Mer mut och jönne könne“ gibt es aber genügend Erdbeerpflanzen, die NICHT abgedeckt sind. Daran dürfen die Piepmätze sich gütlich tun.

Erfroren

Der März war der Wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, also begann die Feige mit ihrem Blatt- und Fruchtwachstum. Dann kam der April: kalt, trocken, eine Nacht -3°C. Und alles, was die Feige schon fröhlich in die Märzsonne gestreckt hatte, erfror. Zum Glück schiebt der Strauch einfach neue Blätter nach und hoffentlich auch Früchtchen.
Ebenso erfroren sind etliche Erdbeerblüten (auf „weiterlesen“ klicken). Ist die Mitte der Blüte schwarz, ist sie tot, ist sie gelb, besteht noch Hoffnung. Und Hoffnung ist doch Gärtners zweiter Vorname, oder ?

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