Paprika

Paprikaflut

Bunter Zwerg

Trotz des aktuell eher herbstlichen Wetters hat die Paprikaflut begonnen. „Bunte Zwerge“ heißt die Mischung kleinfrüchtiger Pflanzen, die schon einige reife (!) Früchte geliefert haben. Manche sind eher rund und rot, andere länglich und gelb abreifend. Alle jedenfalls dickwandig und sehr lecker. Aber nicht nur die Zwerge sind freilandtauglich sondern auch die Sorten „Lombardo“ (sehr dünne sehr lange milde Peperoni, soll irgendwann mal rot werden), „Jalapeno“ (kleine, dickwandige Chili – soll scharf sein, ist sie aber nicht) und „Frühzauber“ (für Bild auf „weiterlesen“ klicken - soll auch irgendwann mal rot werden). Im Gewächshaus wachsen zusätzlich Sweet Dreams, Pantos und Glockenchili.

Frühzauber

Verschiedene Paprikasorten im Test

… heißt diese bereits reich behängte Paprika-Sorte, die freilandtauglich und – der Name verrät es – besonders früh ist. Leider schmecken Paprika ja am besten ausgereift, also NICHT grün. Welche Farbe die reife Frucht annimmt, ist unterschiedlich. Gelb, rot, orange, lila und braun abreifende Sorten gibt es, diese hier ist, glaube ich, rot. Man weiß es nicht genau, noch färbt sich keine der schönen Schoten. Dabei rede ich ihnen jeden Tag gut zu … ;-)

Paprikasauger

Ja, der April ist mehrheitlich an mir vorbeigegangen. Ich war mehrmals verreist, zum Teil privat (wandern) zum Teil beruflich (London Book Fair) und Ende des Monats verlasse ich Mann, Hühner und Garten nochmal für 5 Tage. Seufz. Dabei ist doch gerade im Frühjahr viel zu tun – und mein Garten einfach wunderschön!
Aber trotz allem haben die selbst herangezogenen Paprika, Chili und Tomaten Pflanzen eine gewisse Größe erreicht und strotzen vor Gesundheit. Bis auf eine Sorte: die Chili Lemon Drop (soll quietschgelbe Schoten mit einer angenehmen Schärfe und einem leicht zitronigen Geschmack hervorbringen). Gerade diese Sorte klang für mich wahnsinnig attraktiv und das ist sie – nicht nur für mich. Auch Blattläuse und vermutlich Thripse (winzige Viecher, die man mit bloßem Auge kaum sieht) mögen Paprikasaft und zwar direkt aus der Pflanze.
Habe mein altes Hausmittelchen angewandt: 1 Schnapsglas voll Rapsöl mit einem Spritzer Spüli und einem Liter Wasser mischen und per Wassersprüher auf die Pflanzen, besonders auf die Blattunterseite sprühen. Vorteil: Die meisten Viecher gehen ein. Nachteil: Die Pflanze kann einige Tage lang über die Blätter weniger Wasser verdunsten und schlechter „Luft holen“. Nach der Behandlung ist also ganz besonders auf ausreichende Feuchtigkeit zu achten. Zusätzlich sammle ich jeden Ohrenkneifer, der mir über den Weg läuft, sofort ein und stecke ihn zu seinen Kollegen in einen mit Stroh gefüllten, umgedrehten Blumentopf, der im Gewächshaus direkt bei den Paprikapflanzen steht. Mit etwas Glück futtern die Ohrenkneifer die restlichen Blattläuse noch auf, bevor die Läuse die Paprika fressen. Ach, was für eine gefährliche Welt da draußen … ;-)

Seid ihr groß geworden!

Was ich mir als Tante immer verkniffen habe, darf ich als Gärtnerin sagen ;-) Tatsächlich sind die Chilis und Paprika in den letzten Tagen, in denen es auch mal sonnige Abschnitte gab, stark gewachsen. Damit die Pflanzen sich demnächst nicht gegenseitig Licht wegnehmen, wird es Zeit, sie auseinanderzusetzen bzw. zu pikieren. Mal sehen, wann ich in den nächsten Tagen Zeit dafür finde.

Herzlich Willkommen!

Die ersten Keimlinge der Chilis sind da. Nach genau einer Woche. Ich habe sie förmlich herbeigeschaut mit meinen sehnsüchtigen Blicken ;-)

Ab sofort brauchen sie Licht, Licht, Licht und nochmal Licht. Also DIREKT ans Fenster. Außerdem mögen Chilis eine hohe Luftfeuchtigkeit, die in geheizten Räumen meist nicht vorhanden ist. Es schadet also nicht, die Pflänzchen einmal täglich mit der Wäschespritze einzunebeln.

Das Gartenjahr beginnt JETZT

Frische Chilis aus eigenem Anbau sehen nach exotischem Luxus aus, sind aber viel einfacher und erfolgreicher zu ziehen als die allseits beliebten Tomaten. Deshalb hier die Starthilfe für Menschen ohne Vorkenntnisse:
Wer Chilis selbst aus Samen ziehen (und später im Beet oder Pflanztopf auf dem Balkon) ziehen will, sollte sich noch im Januar Saatgut besorgen, denn die Aussaat auf der Fensterbank beginnt spätestens Anfang Februar.
Das Saatgut sollte idealerweise aus Bio-Anbau kommen und KEINESFALLS F1-Hybriden sein (dazu später mehr). Tolle Angebote gibt es z.B. bei Dreschflegel, bei Bingenheimer Saatgut oder im Bioladen (dort meist aber erst später).

Je schärfer Paprika (zu denen ja auch die Chilis gehören) sind, desto unempfindlicher ist die Pflanze. Milder Gemüsepaprika braucht sehr viel Wärme und Luftfeuchtigkeit und reift spät. Für Starter eignen sich die mittelscharfen bis scharfen Chilis daher am besten.

Besorgt euch also jetzt das Saatgut (für Balkongärtner und Anfänger ebenfalls interessant weil erfolgversprechend sind Pflücksalate, Schnittlauch und mehrjähriger Rucola). In der letzten Januarwoche (KW 5) kommt dann hier die Anleitung, wie es weiter geht.

Grün sind die Kirschen schon

Kirschpaprika heißen die Dinger, weil sie rund sind und rot werden. Ansonsten werden sie etwa fünfmal so groß wie Kirschen und sind innen hohl – Paprika eben. Aber über passende oder unpassende Sortennamen wollte ich eigentlich gar nix sagen.

ROT sollen sie werden, dann sind sie nämlich sehr lecker und gut geeignet, um mit genau so leckeren Sachen gefüllt zu werden. Zum Beispiel mit selbst gemachtem Ziegenkäse (macht mein Mann ganz hervorragend) oder mit Reis oder Walnusspesto oder Kräutern oder Couscous oder Polenta oder …

Na bitte!

Die Paprikapflänzchen haben sich super erholt und stehen stramm.

(Hoffentlich) kein Grund zur Panik!

Nein, glücklich sehen sie nicht aus, die Paprikapflänzchen. Ich habe sie – wie üblich mit Hilfe meines alten, völlig stumpfen Küchenmessers – aus ihrem Anzuchtbehälter herausgenommen und vereinzelt, weil sie viel zu eng standen. Jetzt lassen sie die Keimblätter hängen, die Ärmsten. Hoffentlich überstehen sie den Schock und wachsen schön an, dann ist dieser traurige Zustand bald wieder vergessen.

Die Erde, in der die Pflanzen jetzt stehen, ist eine 100%-torffreie Erde (von Neudorff). Torf gehört nicht in Blumentöpfe und auch nicht auf Beete oder Gräber, sondern dorthin, wo er üblicherweise vorkommt: ins Moor. Dort soll er schön bleiben, deshalb kauft der verantwortungsvolle Gärtner torffreie Erde – sofern er die Anzuchterde nicht selbst macht. Für Tomaten- und Paprikapflanzen, die noch wochenlang im Haus stehen, kaufe ich gern Erde, weil aus diesem Substrat keine Fliegen schlüpfen ;-)

Es ist übrigens Paprika Tag 24.

Paprika Tag 16

Viel zu früh, aber herzerwärmend strecken sich die Paprikapflänzchen dem Licht der Welt entgegen. Eigentlich bin ich nicht so furchtbar poetisch (und wenn, dann sind es „Krimericks“, die ich dichte, also kriminelle Limericks), aber diese Pflänzchen machen einfach solche Lust auf SOMMER, dass die Pferde mit mir durchgegangen sind!

Natürlich machen sie auch manchmal einfach Mühe, wenn man sie regelmäßig neu zum Licht drehen, zum Fegen wegtragen oder beim Gardinen-Zuziehen vorsichtig umgehen muss. Aber das sind ja lächerliche Kleinigkeiten gegenüber der Hoffnung auf SOMMER, die diese kleinen grünen Blättchen verbreiten.

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