Salat

Kuscheldeckenalarm

Vliese verlängern die Saison erheblich

Okay, das Foto ist einige Tage alt: Sobald Frost gemeldet wird, decke ich den Porree und die Salate (Zuckerhutsalat, Radicchio und Feldsalat) mit dem Vlies ab. Die fallende Kälte kondensiert und gefriert auf dem Vlies und bildet so eine noch wärmere Decke als das Vlies es allein tun würde. Sobald es wärmer wird, kommt das Vlies wieder weg – damit die Mäuse sich nicht unter dem Vlies häuslich einrichten, damit die Kontaktstellen an den Porree- und Salatblättern nicht faulen, damit die Sonne (falls sie mal scheint) wieder an die Pflanzen kommt. Es ist also zurzeit ein ständiger Blick zur Wettervorhersage und ein dauerndes Vlies drauf, Vlies runter. Aber was tut man nicht alles für täglich frischen Salat und 60 Stangen Porree aus dem eigenen Garten … ;-)

Noch keine Winterpause

Ein Meter Rosenkohl

Hier war es zwar einige Zeit etwas ruhiger, aber das hing mit akutem Zeitmangel zusammen. Von Winterpause im Garten ist jedenfalls noch keine Rede. Auf den Beeten stehen noch Salate, Rosenkohl, Rote Bete, Grünkohl, Möhren, Petersilie und Porree. Im Gewächshaus leuchten die roten Glockenpaprika, von denen einige auch schon in Kombination mit Rosmarin eine schöne Weihnachtsdeko abgeben. (Wer die Bilder sehen möchte, muss auf „weiterlesen“ klicken.)

Schweinebande!

Es war einmal ein schönes Salatpflänzchen ...

Natürlich keine Schweine sondern Schnecken, aber dem Ärger ist egal, wie die Viecher heißen und ob sie auf vier Klauenfüßen oder auf einer Schleimspur daherkommen. Menno!

Die Salatsituation ist mal wieder kritisch

Kopfsalate zwischen Paprika und Porreenetz

Die ganzjährige Versorgung mit frischem (Kopf)Salat ist eine echte Herausforderung. Im Frühjahr hatte ich kurzzeitig eine Salatschwemme, bis die Dinger wild im Garten umherschossen und ich sie – allein aus Sicherheitsgründen – entsorgen musste. Bis dahin hatten wir aber ca. 20 Kopfsalate gegessen.
Nun gibt es noch ein paar Restköpfe aus der Sommerriege, die auch dringend weg müssen, damit ich das Netz über dem Porree etwas weiterstellen kann, denn der Porree soll ja Platz zum Wachsen haben. Dann kommt erstmal eine Salatpause, denn die nächste und übernächste Generation (für Fotos auf „weiterlesen“ klicken) sind noch lange nicht so weit.
Irgendwann einmal werde ich es schaffen, die Versorgung ganzjährig zu sichern. Vermutlich wird uns dann jede Form von Salat spätestens Mitte August zum Hals raushängen. Aber gärtnerisch wäre das ein echtes Erfolgserlebnis ;-)

Die nächste Generation

In diesen selbst gepressten Erdwürfeln keimen hoffentlich bald die nächsten Salate und die großen Kohlköpfe. Noch schleiche ich jeden Morgen enttäuscht von dannen, aber bald werden die Keimblätter auftauchen. Bestimmt!

So ein Salat!

Grünkohlaustrieb

Der gewitzte Gärtner sieht sofort: Das ist kein Salat, das ist Grünkohl. Stimmt. Aber die neuen Blättchen, die nach dem Winter austreiben, sind mild im Geschmack und ganz zart. Ein perfekter Salat. Entweder mit einer kräftigen Senfsauce oder einem feinen Dressing mit rosa Grapefruitsaft.

Was wächst denn da noch alles?

Der Garten ist immer noch prallvoll. Zum ersten Mal in meinem Gärtnerleben überhaupt. Vorn unter den Netzen wachsen riesige Mengen Grünkohl und Porree, dann gibt es noch Rosenkohl, Rotkohl, Möhren, diverse Salate und eine letzte Rote Bete. Ich weiß gar nicht, wo ich die Steckzwiebeln und den Knoblauch für den Herbst-/bzw. Überwinterungsanbau hinsetzen soll. Ein Luxusproblem!

Brennessel-Salat

Nein, ich habe noch nie Brennesselsalat gegessen und habe auch nicht vor, das zu tun. Suppe, ja. Tee auch. Aber Salat?!?
Trotzdem passen Brennessel und Salat gut zusammen, wenn nämlich die Brennessel als Mulch für die Herbst- und Wintersalate dient. Zu diesem Zweck habe ich bereits die erste Hälfte Brennessel von meiner Wiese geerntet (ca. 10 kg), einen Tag welken lassen (nicht nötig, kam nur zeitlich nicht anders hin) und dann großzügig zwischen den Pflänzchen verteilt. Gemulchter Boden verkrustet nicht, erodiert nicht und trocknet nicht aus. Außerdem verbessern die Brennesseln langfristig die Bodenstruktur und sind ein SUPER Dünger. Und von einem Beet kann man irrtümlich angewachsene Brennesseln gut entfernen (aus einer Wiese nicht).
Dass Mulch die Schneckenplage verschärft, habe ich übrigens noch nicht beobachtet. Ob die Viecher sich „nur“ unter die Salatblätter oder auch unter den Mulch hocken können, macht am Ende keinen großen Unterschied. Schattige, feuchte Plätzchen gibt es nämlich in einem gut bebauten Biogarten sowieso genug und unter den großen Blättern des Radicchio finde ich viel mehr von diesen schleimigen Fressern als unter der eher lockeren Mulchdecke.

Noch säen

Der Sommer ist noch nicht vorbei (auch wenn übereifrige Meteorologen sich große Mühe geben, ihn kaputt zu reden) und der Herst erst recht nicht.
Was man jetzt säen kann: Späte Salate wie z.B. Wintersalat (der Minustemperaturen verkraftet), Spinat und Feldsalat. Und es gibt Leute, die jetzt Petersilie säen. Die kommt dann nächstes Frühjahr richtig groß raus und schießt später als die Petersilie, die von diesem Jahr übrig bleibt.

In meiner Saatschale keimen gerade mehrere Salatsorten, die speziell für den Herbstanbau geeignet sind. Die Saatzeiten stehen auf den Samentütchen, Nachschauen lohnt sich!

Achtung, Schießübung!

Römersalat oder Romanasalat ist ein länglicher Blattsalat, der sich leicht zu einem Kopf schließt, in dessen Innerem die Blätter hell und zart sind, außen sind sie eher kräftig und dunkelgrün (im Fall der Sorte „Teufelsohr“ auch rot).

Nun aber schießt der Salat, bevor wir die ganze Ernte bewältigen konnten, denn dieses Jahr haben alle Samen gekeimt und alle Pflanzen sind den Schnecken entkommen. Wenn der Salat schießt, werden die Blätter bitter und zäh, schmecken also nicht mehr. Der Kompost ruft …

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