Porree

Noch keine Winterpause

Ein Meter Rosenkohl

Hier war es zwar einige Zeit etwas ruhiger, aber das hing mit akutem Zeitmangel zusammen. Von Winterpause im Garten ist jedenfalls noch keine Rede. Auf den Beeten stehen noch Salate, Rosenkohl, Rote Bete, Grünkohl, Möhren, Petersilie und Porree. Im Gewächshaus leuchten die roten Glockenpaprika, von denen einige auch schon in Kombination mit Rosmarin eine schöne Weihnachtsdeko abgeben. (Wer die Bilder sehen möchte, muss auf „weiterlesen“ klicken.)

Heul doch!

Ja, diese Zwiebeln bringen mich zum Weinen. Aber nur in der Küche. Ansonsten ist es die beste, größte, erfolgreichste Zwiebel- und Knoblauchernte, die ich je hatte. Trotzdem bemerkt man sie in der Küche eigentlich gar nicht. Jeden Mittag (mit wenigen Ausnahmen) gehört eine Zwiebel dazu, ob nun Bratkartoffeln, Gemüsepfanne oder Mariniertes Gemüse auf dem Plan stehen. Heimlich, still und leise schrumpft so die Menge, obwohl wir nicht ein einziges Mal davon satt werden. Schade. Wirklich lohnend sind also Zwiebeln im eigenen Garten nicht. Aber sie passen halt gut zwischen die Möhren und weil ich in diesem Fall die Zwiebeln letzten Sommer ausgesät und im Frühjahr gesteckt habe (zum ersten Mal selbst Steckzwiebeln hergestellt und voll erfolgreich!), sind die Zwiebeln jetzt fertig, während das Möhrenlaub weiter wuchert.
Blöderweise habe ich letztes Jahr feststellen müssen, dass Zwiebeln (ebenso wie Kohl, Möhren, Porree und Knofi) bei mir nur unter einem feinen Netz gedeihen. Ansonsten werden sie rigoros von der Zwiebelfliege befallen (so wie Kohl vom Kohlweißling, Porree von der Lauchminierfliege, Möhren von der Möhrenfliege und Knofi von weiß-der-Teufel-wem). Inzwischen ist mein Gemüsegarten also fast vollständig unter Netzen verschwunden. Schön ist definitiv anders. Um dem entgegen zu wirken habe ich jetzt Löwenmäulchen und Bartnelken gesetzt in der Hoffnung, dass sie das trostlose Bild etwas auflockern. Viel zu spät, natürlich. Das muss nächstes Jahr auf jeden Fall besser werden…

Inventur

Die Lageräpfel sind weg, die Kürbisse auch. Aber wir haben noch ca. 8 kg Sauerkraut, Feldsalat, Porree, Grünkohl, Rosenkohl, eine Kohlrabi (die immer noch wächst) massenweise Kartoffeln und einige Maronen. Und immer wieder frische Zitronen, denn Herr Meyer (unser Zitronenbaum, Sorte „Meyer“) produziert fleißig weiter.

Lauch zum Friseur, bitte!

Im Winter ist die Gartenarbeit ja eher überschaubar – was auch mal ganz angenehm ist. Dafür ist die Lagerpflege umso wichtiger. Hier mein im Gewächshaus eingeschlagener Porree, dem ich die strubbeligen Schöpfe abgeschnitten habe, damit sich keine Schimmel- oder sonstigen Pilze bilden. Der Vorrat ist noch ganz schön beeindruckend, was? Zum allerersten Mal in 23 Jahren Gartenarbeit!

Gedrängel im Gewächshaus

Obwohl mein Gewächshaus unbeheizt ist, bietet es einen gewissen Schutz gegen Kälte, vor allem auch gegen eisigen Wind. Deshalb drängeln sich jetzt dort: Der eingeschlagene Porree, das Hochbeet mit den Salatpflanzen, Feldsalat auf dem Boden, der Zitronenbaum, 2 Olivenbäume, der Oleander und der vom Beet gerettete Rotkohl. Und Mäuse. Und ab heute auch: 2 Mausefallen ;-)

Steeeeeht stramm!

Der Porree steht schön in Reih und Glied und ist damit so ziemlich das Einzige, was in meinem Garten einer gewissen Ordnung gehorcht, sonst boomt überall fröhliche Anarchie.
Das Schutznetz gegen die Lauchminiermotte habe ich endlich weggeräumt und die von Flugrost (dank des warmfeuchten Spätsommerwetters dieses Jahr ziemlich heftig) befallenen Blätter abgeschnitten. War eine ganze Schubkarre voll (entspricht ca. 25 Portionen Lauchsuppe). Schade. Aber der Rest hat jetzt Licht und Luft und ist auch leichter zugänglich, so dass ich doppelt so gern Porree ernte.

Wer hat die Suppe bestellt ...?

Meine Lieblingssuppe (neben Spinat-, Kürbis- und Kartoffelsuppe) habe ich 1986 in Frankreich kennen gelernt: Möhren und Porree zu gleichen Teilen, dazu Zwiebeln und Knofi (in Öl anbraten, dann das Gemüse dazu). Im Winter auch gern mit Ingwer und Chili. Oder Sahne. Oder alles zusammen. Hmmm !!!

Was wächst denn da noch alles?

Der Garten ist immer noch prallvoll. Zum ersten Mal in meinem Gärtnerleben überhaupt. Vorn unter den Netzen wachsen riesige Mengen Grünkohl und Porree, dann gibt es noch Rosenkohl, Rotkohl, Möhren, diverse Salate und eine letzte Rote Bete. Ich weiß gar nicht, wo ich die Steckzwiebeln und den Knoblauch für den Herbst-/bzw. Überwinterungsanbau hinsetzen soll. Ein Luxusproblem!

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