Feldsalat

Da haben wir den Salat!

Rechts im Bild sind Pastinaken

Nein, der Winter muss nicht salatarm sein. Und man muss auch keinen Gewächshaussalat essen, der so viele Vitamine wie eine Packung Taschentücher hat. Es gibt schließlich Wintersalate. Zum Beispiel Feldsalat, bei uns unter dem Namen „Kleineblättersalat“ bekannt. (Bitte auf „weiterlesen“ klicken!) Und Zichoriensalate (das ist der Oberbegriff, den viele Menschen abschreckend finden) wie z.B. den Zuckerhutsalat (der große Grüne) oder Radicchios. Dieses Jahr baue ich erstmals zwei verschiedene Sorten an, nämlich „Palla Rossa“ und „Treviso“. Der erste ist ein kugeliger Kopf, der zweite länglich oval mit breiten Rippen und insgesamt schmalen, langen Blättern. Den habe ich in Italien kennengelernt, wo man ihn in jedem normalen Supermarkt kaufen kann. Hier habe ich ihn noch nie gesehen (aber ich laufe ja meist auch an der Obst- und Gemüseabteilung vorbei, weil ich dort nichts kaufen muss …).
Übrigens habe ich noch ein Foto vom 8. August angehängt, wo man die winzigen Salatpflänzchen sehen kann, die ich gerade gesetzt hatte. Selbst vorgezogen, natürlich. Die sind in den 2 Monaten seitdem ordentlich gewachsen und werden das weiterhin tun, bis es friert. Dann stellen sie das Wachstum ein, gehen aber noch nicht kaputt. Erst bei Temperaturen unter -5° wird es kritisch. Dann kann man allerdings die großen grünen Zuckerhüte mit Wurzel ausgraben und in Zeitungspapier gewickelt noch wochenlang kühl und frostfrei lagern.

Der Möhring

Designed by nature

Ja, manchmal schenkt die Natur uns MEHR als nur leckeres Futter. Manchmal ist auch Schmuck dabei. Also: Erst Schmuck, dann Futter. So wie in diesem Fall. Und ich frage mich: Was hat diese Möhre dazu bewogen, sich um die Nachbarin herumzuwinden? (Bitte auf „weiterlesen“ klicken!) War es Anlehnungsbedürfnis? Kuschelhormone im Boden? Oder böser Wille: Ich würg dich weg! Wir wissen es nicht.
Wie man an den anderen Möhren sieht, sind die meisten gerade und aufrecht gewachsen. Das liegt daran, dass ich für meinen schweren Boden extra entsprechende Sorten wähle. Die „Rodelika“ kenne ich schon länger, die wird auch bei meinem festen Tonboden nicht „beinig“. Bei der Bingenheimer Saatgut AG kann man aus vielen verschiedenen Möhrensorten auswählen, da ist für jeden Boden, für jede Jahreszeit (frühe oder Lagermöhren) und für jeden Geschmack und jede Bodenart etwas dabei. Das ist gut so, denn die im Handel befindlichen „08/15“-Sorten gedeihen auf vielen Böden nicht besonders gut.
Zum Möhren-Säen ist es jetzt leider zu spät, aber für Feldsalat und Spinat ist der Zeitpunkt ideal. Beide Sorten freuen sich über einen sonnigen Platz!

Inventur

Die Lageräpfel sind weg, die Kürbisse auch. Aber wir haben noch ca. 8 kg Sauerkraut, Feldsalat, Porree, Grünkohl, Rosenkohl, eine Kohlrabi (die immer noch wächst) massenweise Kartoffeln und einige Maronen. Und immer wieder frische Zitronen, denn Herr Meyer (unser Zitronenbaum, Sorte „Meyer“) produziert fleißig weiter.

Salatwürfel

Mein Feldsalat im Gewächshaus wächst kaum. Kann am Wetter liegen – oder daran, dass ich ihn sehr mäßig gegossen habe. Ab jetzt bekommt er wieder mehr Wasser, da ja auch die Lichtmenge zunimmt. Dann hoffe ich mal auf noch eine reiche Ernte …

Noch säen

Der Sommer ist noch nicht vorbei (auch wenn übereifrige Meteorologen sich große Mühe geben, ihn kaputt zu reden) und der Herst erst recht nicht.
Was man jetzt säen kann: Späte Salate wie z.B. Wintersalat (der Minustemperaturen verkraftet), Spinat und Feldsalat. Und es gibt Leute, die jetzt Petersilie säen. Die kommt dann nächstes Frühjahr richtig groß raus und schießt später als die Petersilie, die von diesem Jahr übrig bleibt.

In meiner Saatschale keimen gerade mehrere Salatsorten, die speziell für den Herbstanbau geeignet sind. Die Saatzeiten stehen auf den Samentütchen, Nachschauen lohnt sich!

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