Starthilfe

DickeBohnenBlätter für Dickköpfe

Dicke Bohnen
Die Dicken Bohnen sind reif

Die Dicken Bohnen sind reif. Lecker sind sie auch und noch zart, deshalb ernte ich sie jetzt in großen Mengen, pule die Kerne aus den flauschigen Schoten und friere die Böhnchen ein. Übrig bleibt die ca. 1 Meter hohe Pflanze mit ihrem viereckigen Stengel und den labberigen Blättern, an deren Pfahlwurzeln Stickstoff gebunden ist. (Bitte auf „weiterlesen“ klicken.)
Nur wenige Meter daneben, zur gleichen Zeit: Auf den Kohlbeeten wucherte das Unkraut höher als der Kohl, das habe ich nach der Rückkehr aus dem Urlaub ausgerissen oder geschuffelt und zwischen den Kohlpflanzen liegen gelassen. Als Mulch hält das Zeug die Feuchte im Boden und gibt die Nährstoffe, die es dem Boden entzogen hat, in der Rotte zurück. Aber das reicht dem Kohl noch nicht, denn kaum eine andere Pflanze entwickelt auf einem winzigen Fleck Erde mit nur einer Wurzel eine derartige Biomasse. Ein einziger Kohlkopf wiegt, wenn er ausgewachsen ist, locker zwischen 3 und 5 Kilo! Wie der Mensch auch muss der Kohl aber ordentlich reinhauen, damit er dick wird. Da Bohnen und Kohl sich gut vertragen, schneide ich die Dicken Bohnen Stengel knapp über dem Boden ab, schnipsele sie in 10 cm lange Stücke und mulche sie um den Kohl herum. Damit bin ich die Stengel los, die sonst nur meinen Kompost überfluten würden, und der Kohl freut sich über die Mulchdecke, die sich langsam zersetzt und kann die Nährstoffe aufnehmen, die das Bohnengrün freigibt. Die Wurzeln mit den Stickstoffknöllchen bleiben in ihrem Beet. Dazwischen pflanze ich die vorgezogenen Grünkohlpflanzen. Sie profitieren von der Stickstoff-Düngung, die aus den Wurzeln der Bohnenpflanzen kommt, wenn diese verrotten.

Vorsichtige Bohnen

Pionierbohnen erkunden das Gelände

Die Buschbohnen, die ich Anfang letzter Woche gesät habe, schauen schon vorsichtig heraus. Es war warm und ich habe sie feucht gehalten, daher sind sie recht schnell gekeimt. Sobald alle da sind, häufele ich sie ein bisschen an, damit sie später, wenn sie voller Bohnen hängen, nicht umfallen.
Buschbohnen kann man übrigens noch bis Anfang Juli regelmäßig säen, Stangenbohnen nur bis Anfang Juni.

Ach du Dicke Bohne!

Noch ohne Bohne aber schon dick

Na ja, noch sind keine Bohnen da, noch nicht einmal Blüten. Aber ganz viele Ansätze. Dies ist eine neue Sorte, weil meine über Jahre kultivierten „Frühen Weißkeimigen“ 1,50 Meter hoch werden und dann immer umfallen. Wenn sie dann so aufeinanderliegend hat der Rostpilz beste Bedingungen! Dieses Jahr also der erste Versuch mit „Ratio“. Die Pflanzen sind schnell gewachsen, sehen gesund aus und sind standfest. Wenn sie jetzt noch massenhaft Ertrag bringen und zwar BALD, bin ich glücklich ;-). Übrigens: Dicke Bohnen kann man ab Februar aber auch jetzt noch säen!

Himbeerableger verpflanzt

Himbeerpflanzung
verjauchtes Schachtelhalmkraut bei den Himbeeren

Gelb werden sie sein, die Früchtchen, und superlecker. Probieren durfte ich sie schon letztes Jahr, jetzt habe ich Ableger bekommen.
Himbeeren sind Waldpflanzen, die man in der Natur unter lichtem Blätterdach oder – noch häufiger – an Lichtungen und Waldrändern findet. Das bedeutet, dass sie auch im Garten möglichst halbschattig und vor allem in einem lockeren Boden mit Mulchdecke stehen sollten. Je mehr Sonne die Pflanzen bekommen, desto wichtiger ist der lockere, humose Boden, der nicht austrocknen sollte aber auf keinen Fall die Nässe staut. Wer sich das nicht richtig vorstellen kann, geht in den Wald und buddelt mit den Händen ein bisschen im Boden rum, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Da sich dort, wo die neuen Himbeeren jetzt stehen, im letzten Jahr der Boden aufgrund einiger Arbeiten stark verdichtet hat, habe ich ihn jetzt mit der Grabgabel gelockert, mit dem Grubber/Krümmer/Krail/Vierzack (das Ding hat viele Namen) schön feinkrümelig bearbeitet und die Himbeeren gepflanzt. Und jetzt kommt – vor dem Mulchen – der Spezialtrick: Schachtelhalm. Der Schachtelhalm wächst zwar besonders auf stark verdichteten Böden, aber als Mulch oder Jauche gegossen, bewirkt er genau das Gegenteil. Er lockert den Boden so genial auf, dass man mit dem Plastikeierlöffel umgraben kann! (Nein, im Biogarten wird nicht umgegraben, das war jetzt nur zur Veranschaulichung.)
Im Bild vielleicht erkennbar sind die Reste des im letzten Jahr vergorenen Schachtelhalms, den ich zwischen den Himbeeren ausgebracht habe. Darauf kommt dann Häckselgut (Rindenmulch) oder altes Laub als Mulchdecke.
Noch sind die Himbeerpflanzen winzig, aber sie können locker 2 Meter Höhe erreichen. Eine Anbindung der „Himbeerhecke“ an waagerechte Latten oder einzelnder Pflanzen an Bambusstäbe ist also sinnvoll.
Und dann heißt es: feucht halten und Geduld üben, bis die leckeren Beeren reifen…

Die Stachelbeere blüht

Unauffällige Blüte der Stachelbeere

Wir sind schon mitten im Erstfrühling, was man an den Stachelbeerblüten sieht. Sie gehören zu den Ereignissen, an denen die phänologische Jahreszeit erkennbar ist. Meine Stachelbeeren blühen schon seit einigen Tagen, die Blüten sind unscheinbar, aber sie locken Bienen und andere Insekten an, so dass man die Blütezeit besser hören als sehen kann ;-).

Ab dem Zeitpunkt der Stachelbeerblüte kann man vorgezogene Pflänzchen von Salat und Kohl ins Freiland auspflanzen (hab ich schon getan: Salat wächst gut, 7 Spitzkohlpflanzen sind verschwunden – vermutlich den Schnecken zum Opfer gefallen). Die Kohlpflanzen setzt man bis zu den Keimblättern in den Boden oder, falls die Setzlinge schon drin sind, man häufelt die Erde an, damit die Maden der Kleinen Kohlfliege keinen Zugang zum Stängel finden. Sie fressen sich nämlich gern dort hinein und lassen die Pflanzen verkümmern.
Aussäen kann man jetzt ins feinkrümelig geharkte Beet: Salate, Spinat, Kresse, Petersilie, Schnittlauch, Radieschen, Rettich, Dill, Möhren, Erbsen und – falls noch nicht geschehen – Dicke Bohnen. Die Erbsen und die Dicken Bohnen (noch keine Strauch- und Stangenbohnen!) kann man 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen, bevor man sie legt, dann keimen sie schneller. Die Möhrensaat mischt man mit Dill, dann keimen die Möhren schneller. Außerdem kann man alle 10 Zentimeter ein Radieschen zwischen die Möhren säen. Das wächst schnell und zeigt an, wo Möhrensamen schlummert, denn der braucht lange zum Keimen und wird dann gern zwischendurch vergessen und weggeharkt (hüstel).

Die bereits eingesäten Beete habe ich mit Brennesselmulch bedeckt. Dadurch bleibt der Boden feucht, so dass die Saat nicht austrocknet, und im Fall eines starken Regens bildet sich keine Kruste, durch die sich die zarten Möhrenkeimlinge kämpfen müssten. Wer keine Brennesselblätter hat, kann auch Rasenschnitt nehmen, aber bitte nur ganz dünn ausbringen, damit das Schnittgut nicht zusammenpappt und eine feste Decke bildet, unter der alles fault.

Sehnsucht

Tomatenpflanzen
Sehnsucht am Fenster

Genau so sehnsüchtig wie ich warten die Tomatenpflänzchen auf die Rückkehr des Frühlings. Gemeinsam stehen wir am Fenster und schauen hinaus auf blühende Primeln, Hyazinthen und Osterglocken. Mein Vorteil: Ich kann die Tür öffnen und auf eigenen Füßen rausgehen, um die Frühlingsluft zu atmen ;-)
Eigentlich ist es für die Tomaten noch zu früh. Bei dem bedeckten Wetter bekommen sie nicht einmal am Fenster genug Licht, daher werden die Stängel immer länger statt dicker. Trotzdem hatte ich sie mit Absicht so früh ausgesät (KW9), weil ich sie bereits Mitte April ins Gewächshaus pflanzen will. Jetzt muss ich sehen, wie ich damit klarkomme. Erfreulicherweise sagen die Wetterfrösche mildes und immer mal wieder sonniges Wetter vorher, so dass ich die Pflanzen tagsüber ins Gewächshaus trage. Dort ist es zwar kühl aber hell, in diesem Entwicklungsstadium eindeutig die bessere Wahl. Abends hole ich sie dann wieder herein, damit sie die Nacht im Warmen verbringen können.
Da die Pflanzen bei mir auf dem (ungeheizten!) Fußboden statt auf einer geheizten Fensterbank stehen, habe ich Styroporplatten untergelegt. So sind sie wenigstens vor der direkten Kälte des Steinbodens geschützt.

Wer noch keine Tomaten gesät hat, kann das jetzt noch ganz entspannt nachholen. Mitte März (und wir sind jetzt mal großzügig) ist eindeutig früh genug, damit man Mitte Mai, wenn sie nach draußen dürfen, kräftige Pflanzen hat!

Aber im nächsten Jahr ganz bestimmt ...

Du planst, im nächsten Jahr etwas Essbares in deinem Garten zu pflanzen? GUT! Am besten bereitest du das Stückchen Garten jetzt schon vor. Rasensoden abtragen und irgendwo unter einem Strauch mit dem Grün nach unten hinlegen. Den Boden unter dem Rasen tief lockern, d.h. Grabgabel reinstechen, hin und her ruckeln, fertig. NICHT umgraben. Die Oberfläche harkst du dann noch locker, damit ist die Vorbereitung erledigt. Die Bodenlebewesen leben in definierten Tiefen, beim Umgraben würden die von unten nach oben kommen und umgekehrt. Das gefällt denen nicht!
Dann eine dicke Schicht Kompost ausbringen. Der darf sogar noch stückig sein, völlig egal. Hauptsache mindestens 5 cm dick. Darauf kommt dann entweder eine Laubpackung (trockenes Laub OHNE sichtbare Schäden wie Rostpilze, Insektengallen, etc) oder Gründüngung. So spät im Jahr ist Spinat am besten. Einfach breitwürfig (also nicht in Reihen) aussäen, einharken, fertig. Entweder friert er im Winter ab oder man hackt ihn im Frühjahr 2 Wochen vor dem Starttermin um und lässt ihn einfach liegen (Start bei Kartoffeln Mitte April, bei Tomaten Mitte Mai). Darüber später mehr.
Frage: WO soll das Beet entstehen? IN DER SONNE !!! Praktisch alle Nahrungspflanzen benötigen die volle Packung Sonne. Von morgens bis abends. Ohne Störung. Salat, der verschämt im hintersten Winkel gepflanzt wird, wird nix! Heraus kommt immer das, was reingesteckt wird. Also: Guter Standort rein, gutes Wachstum raus. Guter Boden rein, gesunde Pflanzen raus. Sonnenenergie rein, pralle Fülle raus. Nix rein, nix raus. Ganz einfach.

Paprikasauger

Ja, der April ist mehrheitlich an mir vorbeigegangen. Ich war mehrmals verreist, zum Teil privat (wandern) zum Teil beruflich (London Book Fair) und Ende des Monats verlasse ich Mann, Hühner und Garten nochmal für 5 Tage. Seufz. Dabei ist doch gerade im Frühjahr viel zu tun – und mein Garten einfach wunderschön!
Aber trotz allem haben die selbst herangezogenen Paprika, Chili und Tomaten Pflanzen eine gewisse Größe erreicht und strotzen vor Gesundheit. Bis auf eine Sorte: die Chili Lemon Drop (soll quietschgelbe Schoten mit einer angenehmen Schärfe und einem leicht zitronigen Geschmack hervorbringen). Gerade diese Sorte klang für mich wahnsinnig attraktiv und das ist sie – nicht nur für mich. Auch Blattläuse und vermutlich Thripse (winzige Viecher, die man mit bloßem Auge kaum sieht) mögen Paprikasaft und zwar direkt aus der Pflanze.
Habe mein altes Hausmittelchen angewandt: 1 Schnapsglas voll Rapsöl mit einem Spritzer Spüli und einem Liter Wasser mischen und per Wassersprüher auf die Pflanzen, besonders auf die Blattunterseite sprühen. Vorteil: Die meisten Viecher gehen ein. Nachteil: Die Pflanze kann einige Tage lang über die Blätter weniger Wasser verdunsten und schlechter „Luft holen“. Nach der Behandlung ist also ganz besonders auf ausreichende Feuchtigkeit zu achten. Zusätzlich sammle ich jeden Ohrenkneifer, der mir über den Weg läuft, sofort ein und stecke ihn zu seinen Kollegen in einen mit Stroh gefüllten, umgedrehten Blumentopf, der im Gewächshaus direkt bei den Paprikapflanzen steht. Mit etwas Glück futtern die Ohrenkneifer die restlichen Blattläuse noch auf, bevor die Läuse die Paprika fressen. Ach, was für eine gefährliche Welt da draußen … ;-)

Seid ihr groß geworden!

Was ich mir als Tante immer verkniffen habe, darf ich als Gärtnerin sagen ;-) Tatsächlich sind die Chilis und Paprika in den letzten Tagen, in denen es auch mal sonnige Abschnitte gab, stark gewachsen. Damit die Pflanzen sich demnächst nicht gegenseitig Licht wegnehmen, wird es Zeit, sie auseinanderzusetzen bzw. zu pikieren. Mal sehen, wann ich in den nächsten Tagen Zeit dafür finde.

Herzlich Willkommen!

Die ersten Keimlinge der Chilis sind da. Nach genau einer Woche. Ich habe sie förmlich herbeigeschaut mit meinen sehnsüchtigen Blicken ;-)

Ab sofort brauchen sie Licht, Licht, Licht und nochmal Licht. Also DIREKT ans Fenster. Außerdem mögen Chilis eine hohe Luftfeuchtigkeit, die in geheizten Räumen meist nicht vorhanden ist. Es schadet also nicht, die Pflänzchen einmal täglich mit der Wäschespritze einzunebeln.

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