September

Besucherandrang

Ein Schachbrett? Nein, ein kleiner Eisvogel (weißer Admiral)

Meist bin ich ja nicht schnell genug, aber ein paar Besucher konnte ich fotografieren, bevor sie zur nächsten Blüte oder zum nächsten Blatt entschweben. So viele Schmetterlinge wie dieses Jahr hatten wir noch nie, auch Käfer laufen oder fliegen mir dauernd über den Weg (auf „weiterlesen“ klicken für mehr Fotos).

Volle Feigen

Feiglinge, wohin man schaut

Die Feigensträucher (insgesamt 3) hängen voller Früchte. Allerdings ist es nun zu spät. Nachdem die Frühjahrsansätze in der kalten Nacht im April alle erfroren waren, bestand die Sommerernte aus 20 Feigen. Die neuen Ansätze werden wohl nicht mehr reif werden, weil die Tage zu kurz und die Nächte zu kalt sind. Schade.

Heimtückische Schönheiten

Scharf? Nicht scharf?

Jalapeños heißen diese Chilis, die mit dem Schärfegrad 3 (von 10) im Katalog der Bingeheimer-Saatgut AG angegeben waren. Dickfleischig sollten sie auch sein. Prima, dachte ich, und baute sie im letzten Jahr erstmalig an. Dickfleischig stimmt, aber scharf waren die überhaupt nicht! Naja, dachte ich, vielleicht eine spontane Mutation des entsprechenden Samenkorns. Neues Jahr, neues Glück. Wieder entkernte ich die erste, lutschte vorsichtig am dicken, knallroten Fruchtfleisch: mild, fruchtig, lecker. Nix scharf. Aber dann fasste ich mir kurz darauf ans Auge – oha! Die Schärfe sitzt ausschließlich (!) in den Scheidewänden und Samen. Ich komme also auf meine ursprüngliche Idee zurück und werde die 7 cm langen Schoten in dicke Ringe schneiden und einkochen. Allerdings mit Samen. Und dann wird der Durchschnitt zwischen mildem Fruchtfleisch und scharfen Samen hoffentlich genau die Schärfe ergeben, die ich auf Pizza so liebe ;-)

Schweinebande!

Es war einmal ein schönes Salatpflänzchen ...

Natürlich keine Schweine sondern Schnecken, aber dem Ärger ist egal, wie die Viecher heißen und ob sie auf vier Klauenfüßen oder auf einer Schleimspur daherkommen. Menno!

Es wächst mir über den Kopf

Bin ich so klein, oder die so groß ...?!?

In diesem Jahr habe ich die Tomaten 4 Wochen früher gesät, 4 Wochen früher ins Gewächshaus gepflanzt und sie tragen tatsächlich seit Ende Juni regelmäßig. Inzwischen macht sich die verlängerte Wachstumsperiode allerdings auch deutlich bemerkbar: Sie wachsen förmlich in den Himmel. Zumindest in den Gewächshaushimmel. Demnächst muss ich Tomaten mit der Leiter ernten – naja, solange es Tomaten sind und keine Erdbeeren ;-) Ach übrigens: lecker sind sie immer noch!

Direktkompostierung

Trester ist gemeinhin bekannt aus der Wein- oder Bierherstellung. Aber auch beim einfachen Saftpressen bleibt immer „was Festes“ über: der Trester. Und der ist ein toller Kompost oder, wie in diesem Fall, gleich als Mulch zu gebrauchen. Die Spaziergänger wundern sich wieder ;-)

Apfelschredder und Saftpresse zu verleihen

Übrigens: Die Obstmühle (auch Apfelschredder genannt) und die Saftpresse verleihen wir auch. Beides passt in einen normalen Pkw. Die Mühle zerkleinert die geviertelten Äpfel in ziemlich feine Schnitzel, aus denen dann mit der Presse der Saft herausgepresst wird. Der rohe Saft ist ca. 5 Tage haltbar, eingekocht hält er einige Jahre ... wenn er nicht vorher getrunken wird ;-)

Ein Sonntag auf dem Land

Ja, Landbewohner gehen sonntags seltsamen Beschäftigungen nach. Zumindest schienen das alle Spaziergänger zu finden, die an unserem Grundstück vorbeischlenderten. Sie verdrehten derartig die Köpfe, dass sie die Entgegenkommenden umrannten, die ebenfalls den Blick nicht von uns und unserem „Labor“ wenden konnten. Die Erklärung:
Apfelsaft!
60 kg Äpfel, 18 Liter Saft, 6 Stunden Arbeit mal zwei Personen, bis alle Äpfel aufgelesen, gewaschen, geviertelt, geschreddert, gepresst und abgefüllt waren, bis das Werkzeug vorgereinigt und nachher wieder gespült war.

Olympische Ringe? Nein!

Äpfel sind es, die hier trocknen sollen. Geschält, Kerngehäuse entfernt und dann in 1cm dicke Ringe geschnitten. Die tauche ich erst noch in Zitronenwasser (50/50), dann lege ich sie auf die Trockengitter der Trockenschranks und stelle diesen in die Sonne. Wenn es keine Sonne gibt, stelle ich die Gitter übereinander auf einen Luftauslass, den unsere automatische Hauslüftung im Obergeschoss hat.
Und dann übe ich mich in Zurückhaltung. Die Ringe schmecken nämlich immer, auch wenn sie noch gar nicht trocken sind … ;-)

Aber im nächsten Jahr ganz bestimmt ...

Du planst, im nächsten Jahr etwas Essbares in deinem Garten zu pflanzen? GUT! Am besten bereitest du das Stückchen Garten jetzt schon vor. Rasensoden abtragen und irgendwo unter einem Strauch mit dem Grün nach unten hinlegen. Den Boden unter dem Rasen tief lockern, d.h. Grabgabel reinstechen, hin und her ruckeln, fertig. NICHT umgraben. Die Oberfläche harkst du dann noch locker, damit ist die Vorbereitung erledigt. Die Bodenlebewesen leben in definierten Tiefen, beim Umgraben würden die von unten nach oben kommen und umgekehrt. Das gefällt denen nicht!
Dann eine dicke Schicht Kompost ausbringen. Der darf sogar noch stückig sein, völlig egal. Hauptsache mindestens 5 cm dick. Darauf kommt dann entweder eine Laubpackung (trockenes Laub OHNE sichtbare Schäden wie Rostpilze, Insektengallen, etc) oder Gründüngung. So spät im Jahr ist Spinat am besten. Einfach breitwürfig (also nicht in Reihen) aussäen, einharken, fertig. Entweder friert er im Winter ab oder man hackt ihn im Frühjahr 2 Wochen vor dem Starttermin um und lässt ihn einfach liegen (Start bei Kartoffeln Mitte April, bei Tomaten Mitte Mai). Darüber später mehr.
Frage: WO soll das Beet entstehen? IN DER SONNE !!! Praktisch alle Nahrungspflanzen benötigen die volle Packung Sonne. Von morgens bis abends. Ohne Störung. Salat, der verschämt im hintersten Winkel gepflanzt wird, wird nix! Heraus kommt immer das, was reingesteckt wird. Also: Guter Standort rein, gutes Wachstum raus. Guter Boden rein, gesunde Pflanzen raus. Sonnenenergie rein, pralle Fülle raus. Nix rein, nix raus. Ganz einfach.

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