Juli

Paprikaflut

Bunter Zwerg

Trotz des aktuell eher herbstlichen Wetters hat die Paprikaflut begonnen. „Bunte Zwerge“ heißt die Mischung kleinfrüchtiger Pflanzen, die schon einige reife (!) Früchte geliefert haben. Manche sind eher rund und rot, andere länglich und gelb abreifend. Alle jedenfalls dickwandig und sehr lecker. Aber nicht nur die Zwerge sind freilandtauglich sondern auch die Sorten „Lombardo“ (sehr dünne sehr lange milde Peperoni, soll irgendwann mal rot werden), „Jalapeno“ (kleine, dickwandige Chili – soll scharf sein, ist sie aber nicht) und „Frühzauber“ (für Bild auf „weiterlesen“ klicken - soll auch irgendwann mal rot werden). Im Gewächshaus wachsen zusätzlich Sweet Dreams, Pantos und Glockenchili.

Der Tomatensommer ist da!

Sommer ist ja nicht gleich Sommer. Es gibt den Früh-, Spät- und den Hochsommer. Aber der Schönste von allen ist der Tomatensommer ;-) Tatsächlich ist er dieses Jahr deutlich früher als sonst, denn ich habe die Tomatenpflanzen schon Ende Februar gesät und im April ins Gewächshaus gepflanzt. Juchhu!

Mais mit Krücken

Manchmal kommt einfach alles zusammen. Erstens: Die Wühlmaus. Sie hat einen Weg durch den tief eingegrabenen Wühlmausschutzzaun gefunden und ist in mein Maisbeet eingewandert, wo sie sich wie eine Irre im Zickzack durch die Pflanzung gewühlt hat. Unter etlichen Maispflanzen war also keine Erde mehr sondern ein Hohlraum. Zweitens: Der Regen. Er war zwar dringend nötig, hat aber auch den Boden stark aufgeweicht. Drittens: Die Schauerbö. Sie kam, drehte eine Runde durch’s Maisbeet und warf diejenigen Pflanzen, deren Wurzeln wegen des Wühlmausganges keine rechte Bodenhaftung mehr hatten, platt aufs Beet.
Jetzt haben die Mais pflanzen Krücken und die Wühlmausfalle wartet auf Beute.

Und wenn du denkst, es gibt nichts mehr ...

erst sehen sie so aus ...

… kommt von Hubert ein Eimer mit Beeren daher! Pflücken muss man schon selbst und das haben wir getan: Stachelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren und Jostabeeren. Nach einigen Wiederholungen (pflücken, waschen, einkochen, pflücken, waschen, einkochen …) sind 34 Weckgläser voll (für das Foto auf "weiterlesen" klicken). Beruhigend in einem Jahr, in dem wir durch das Wetter im Frühjahr NULL Ernte haben bei unseren Pfirsichen, Mirabellen und Zwetschen.

Endlich!

Das Gartenjahr hat gerade erst begonnen!

Salatkeimlinge
neu gesät (und noch nicht von den Schnecken gefressen)

Na gut, das ist übertrieben. Sicher ist: es ist noch lange nicht vorbei! Wenn du Lust bekommen hast, selbst in den Anbau von Gemüse/Kräutern/Salat einzusteigen, dann ist jetzt immer noch die richtige Zeit. Es gibt viele wunderbare Sorte (auch Blumen), die jetzt noch gesät werden können. Meine beiden bevorzugten Saatgutadressen haben in ihren Online-Shops extra Rubriken eingerichtet, in denen man schnell die richten Sorten findet:
Dreschflegel
Bingenheimer Saatgut

und der Biogartenversand hat zwar keine eigene Rubrik aber auch ein großes Angebot - auch an (Obst-)Gehölzen, die man im Herbst pflanzen kann:

Biogartenversand

Strubbeliger Mais

Das ist sie, die Blüte

Der Mais blüht. Also zumindest manche Maispflanzen blühen bereits richtig, andere so halb, viele gar nicht (für weitere Fotos auf „weiterlesen“ klicken). Das ist mir durchaus recht, denn so hoffe ich, dass sie auch nicht alle gleichzeitig reifen. Den richtigen Erntezeitpunkt zu erwischen ist sowieso nicht ganz einfach, denn der Übergang zwischen Zucker und Stärke geschieht im Verborgenen. Wenn die äußeren Hüllblätter der Kolben gelb werden, ist es zu spät. Bis dahin ist allerdings noch viel Zeit. Jetzt heißt es: regelmäßig wässern und mit ausreichend Nahrung versorgen (in meinem Fall: Jauche), damit die Kolben schön dick werden … Die Sorte ist übrigens wieder der altbewährte Bantam, nachdem der Versuch mit Ashworth im letzten Jahr zwar von der Menge zufriedenstellend aber vom Geschmack eher enttäuschend war.

Vampire? Kein Problem!

Mein Frühstück - okay, das war ein Scherz ;-)

Ist er nicht schön, mein Knofi? Eine richtig dicke Knolle, saftig, würzig und scharf (ich hab mein Fotomodell direkt nach dem Shooting aufgegessen). So eine tolle Ernte hatte ich noch nie – und dabei hatte ich schon das Schlimmste befürchtet, weil ich die Zehen im letzten Herbst (!) eigentlich ein bisschen tief eingesetzt hatte. Aber genau das scheint ihnen gut gefallen zu haben. Heimlich, still und leise haben sie sich zu prächtigen Vampirschrecks entwickelt. Seitdem bin ich noch entspannter, wenn ich abends in der Dämmerung die Fledermäuse herumflitzen sehe ...
Überwinterungsknofi ist übrigens in unseren Breiten generell viel ertragreicher als solcher, den man erst im Frühjahr steckt. Und das Pflanzmaterial sollte man wirklich im Fachhandel kaufen (Bio-Saatgut-Versand), da der Knofi, den man im Laden zum Futtern kauft, meist von anderen Sorten ist, die bei uns nicht so gut gedeihen.

Heul doch!

Ja, diese Zwiebeln bringen mich zum Weinen. Aber nur in der Küche. Ansonsten ist es die beste, größte, erfolgreichste Zwiebel- und Knoblauchernte, die ich je hatte. Trotzdem bemerkt man sie in der Küche eigentlich gar nicht. Jeden Mittag (mit wenigen Ausnahmen) gehört eine Zwiebel dazu, ob nun Bratkartoffeln, Gemüsepfanne oder Mariniertes Gemüse auf dem Plan stehen. Heimlich, still und leise schrumpft so die Menge, obwohl wir nicht ein einziges Mal davon satt werden. Schade. Wirklich lohnend sind also Zwiebeln im eigenen Garten nicht. Aber sie passen halt gut zwischen die Möhren und weil ich in diesem Fall die Zwiebeln letzten Sommer ausgesät und im Frühjahr gesteckt habe (zum ersten Mal selbst Steckzwiebeln hergestellt und voll erfolgreich!), sind die Zwiebeln jetzt fertig, während das Möhrenlaub weiter wuchert.
Blöderweise habe ich letztes Jahr feststellen müssen, dass Zwiebeln (ebenso wie Kohl, Möhren, Porree und Knofi) bei mir nur unter einem feinen Netz gedeihen. Ansonsten werden sie rigoros von der Zwiebelfliege befallen (so wie Kohl vom Kohlweißling, Porree von der Lauchminierfliege, Möhren von der Möhrenfliege und Knofi von weiß-der-Teufel-wem). Inzwischen ist mein Gemüsegarten also fast vollständig unter Netzen verschwunden. Schön ist definitiv anders. Um dem entgegen zu wirken habe ich jetzt Löwenmäulchen und Bartnelken gesetzt in der Hoffnung, dass sie das trostlose Bild etwas auflockern. Viel zu spät, natürlich. Das muss nächstes Jahr auf jeden Fall besser werden…

Gefiederputzen vor dem Schlafengehen

Hier sitzen sie alle beieinander am Kompost (wo meine Kürbisse wachsen). Die Stimmung ist schon leicht schläfrig, aber noch sind die Federn nicht bettfein. Also fleißig putzen. Sehr ordentlich!

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