Einkochen

Konserven ohne Dose

Ein kleiner Teil meiner Arbeitsergebnisse

In den letzten Tagen habe ich nichts geschrieben, weil im Garten so viel zu tun war: Kohlköpfe ernten, Wintersalate an deren Stelle setzen, den Kohl zu Sauerkraut verarbeiten, Petersilie mit Salz und Öl einlegen, Rote Bete süß-sauer einkochen, Möhren und Paprika milchsauer einlegen (also wie Sauerkraut!) und Pfirsiche einkochen. Ach ja, gearbeitet habe ich auch noch …

Hier also die Details (bitte auf „weiterlesen“ klicken):
Der Dickkopf (gemeint ist der ohne Brille) war gar nicht der schwerste, aber mit über 3 Kilo immerhin auf Platz 2 (Platz 1 hatte über 3,5 Kilo). Von diesem Kaliber hatte ich insgesamt 4 Kohlköpfe, die zusammen 13 kg ergaben. Diese habe ich geachtelt und dann auf meinem Superkrauthobel (3 parallele Messer) in die schicke rosa Box gehobelt, mit Salz gemischt (80g Salz für 13 kg Kohl) und in den Sauerkrauttopf geprügelt. Der Kohl war so saftig, dass ich zum Schluss 1 Liter Flüssigkeit abschöpfen musste, damit der Topf nicht zu voll war! Da der Topf selbst auch schon einige Kilo wiegt (ich schätze 7, habe ihn aber nicht gewogen), habe ich ihn NACH dem Einstampfen auf das Rollwägelchen gestellt, auf dem er heute Nachmittag in die Garage verfrachtet wird.
Die Möhren und Paprika (ich hatte sooooo viel Paprika, dass wir ihn nicht mehr frisch futtern konnten!) habe ich in Scheiben geschnitten bzw. in Stifte gehobelt und ebenfalls mit Salz (1%), etwas Zitronensaft und jeweils 2 EL Saft vom letztjährigen Sauerkraut in die großen Gläser geschichtet. Das säuert jetzt auch ein paar Wochen vor sich hin, wird aber nicht sehr sauer. Um den Geschmack zu testen, probiere den milchsauer vergorenen Karottensaft von dm-Bio. Der ist auch nicht sauer.
Vier Gläser habe ich mit süß-sauer eingelegter Rote Bete eingekocht, weil die Bete vom Beete musste, um auch hier Platz für den Wintersalat zu machen (man könnte meinen, der ganze Garten wäre jetzt voller Wintersalat – und ganz falsch liegt man damit auch nicht). Keine Ahnung, ob uns das schmeckt – deshalb ja erstmal 4 Gläser. Rote Bete habe ich noch für ca. 20 weitere Halblitergläser.
Die Pfirsiche stammen von einem Biotop, das unsere BUND-Gruppe pflegt (wir seltener, weil wir ja selbst im Garten gut zu tun haben). Es sind weiß- und gelbfleischige, beide Sorten granatenlecker. Die habe ich nur mit etwas Zitronensaft (damit die Früchte die Farbe behalten) und Wasser eingekocht. Zucker kommt bei uns nie in Obstkonserven.
In der Flasche ist noch übriggebliebener süß-saurer Sud, den ich später mit weiteren Roten Beten einlege, falls uns das Zeug schmeckt.
Kein Bild habe ich von der Petersilie gemacht. Die habe ich fein gehäckselt, 4:1 mit Salz gemischt (also 300 g Petersilie mit 75 g Salz), fest in ein Glas gedrückt und dann oben Rapsöl draufgegossen. Das Öl sickert langsam in die Petersilien-Salz-Mischung und hält das Zeug frisch. Das benutze ich im Winter, wenn es keine frischen Kräuter gibt, für Salatsaußen, Suppen, Gemüsebrühe und wann immer ich beim Kochen sonst frische Petersilie benutzen würde.

So, ich habe fertig - jetzt seid ihr dran!

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