Dezember

Kuscheldeckenalarm

Vliese verlängern die Saison erheblich

Okay, das Foto ist einige Tage alt: Sobald Frost gemeldet wird, decke ich den Porree und die Salate (Zuckerhutsalat, Radicchio und Feldsalat) mit dem Vlies ab. Die fallende Kälte kondensiert und gefriert auf dem Vlies und bildet so eine noch wärmere Decke als das Vlies es allein tun würde. Sobald es wärmer wird, kommt das Vlies wieder weg – damit die Mäuse sich nicht unter dem Vlies häuslich einrichten, damit die Kontaktstellen an den Porree- und Salatblättern nicht faulen, damit die Sonne (falls sie mal scheint) wieder an die Pflanzen kommt. Es ist also zurzeit ein ständiger Blick zur Wettervorhersage und ein dauerndes Vlies drauf, Vlies runter. Aber was tut man nicht alles für täglich frischen Salat und 60 Stangen Porree aus dem eigenen Garten … ;-)

Weihnachten im Hühnerstall

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen ;-)

Übrigens hilft es nicht, den Hühnern Rote-Beete ins Futter zu mischen. Oder Holunderbeeren. Nein, manchmal ist der Geist der Weihnacht ein Schelm und verblüfft uns alle gleichermaßen.

In diesem Sinne: Lasst euch überraschen, was das Fest noch so bringt ... ;-)

Herr Meyer lebt!

Unser Zitronenbaum, Sorte „Meyer“, verträgt keinen Frost. Deshalb habe ich VOR den kalten Nächten den Baum mit Vlies und Noppenfolie abgedeckt und unter dieser Abdeckung eine „Heizung“ installiert. Sie besteht aus einem Grablicht, das unter einem leicht erhöhten Ton-Blumentopf steht. Die Kerze erwärmt den Tontopf, der daraufhin gemütliche Strahlungswärme abgibt. Davon habe ich 3 Stück strategisch platziert und tatsächlich ist die Temperatur in dem Bereich der gemeinsam stehenden Olivenbäume, des Oleanders und Herrn Meyers nicht unter Null gesunken. q.e.d.

Tante Rosmarin

Es ist wie bei den älteren Damen: haben sie warme Füße, blühen sie auf. So auch der Rosmarin ;-)
Für Leute wie mich, die mal wieder die Barbarazweige verpennt haben (am 4. Dezember Obstbaumzweige schneiden und ins Wasser stellen – an Weihnachten sollen die dann blühen) ist der Rosmarin ein echter Nothelfer. Danke sehr!

Faulheit siegt

Eigentlich ist das Stroh für den Hühnerstall. Aber der Rosmarin war noch nicht gegen Frost geschützt (welchen Frost, fragen wir uns?) und ich hatte beim besten Willen keine Lust, Laub aus dem Wald zu holen. Echt nicht. Aber so gar nicht. Was also tun? Heimlich (weil mein lieber Mann für das Hühnerstroh sorgt, indem er regelmäßig eine sehr große, sehr unhandliche Tüte voll beim Bauern holt – mit dem Fahrrad, versteht sich!) habe ich zwei Eimer Stroh entwendet und dem Rosmarin auf die Füße geschüttet. Selbst wenn er (der Rosmarin, nicht mein Mann!) also oberirdische Frostschäden bekäme (was ja rein theoretisch immer noch sein könnte), bliebe der Wurzelbereich geschützt.

Vorfreude (nein, nicht auf Weihnachten!)

Er ist da! Der Dreschflegel Katalog 2015. Ab sofort beginnt die Vorfreude auf die nächste Gartensaison. Die Überlegung, was ich alles anbaue – dann die Erkenntnis, dass ich keine LPG zur Verfügung habe sondern nur 100 Quadratmeter Nutzgärtchen. Konzentration aufs Wesentliche (sag ich meinem Mann) mit einigen kleinen Luxus-Schmankerln (sag ich ihm natürlich nicht!). Am Ende ist es immer zu viel, mindestens zwei Samentütchen bleiben in der ersten Saison zu, aber im Jahr drauf findet sich ein Eckchen (wofür dann aber wieder 2 Tütchen … ;-) )

Wenn andere in Winterruhe gehen ...

… sprießen die Wintersteckzwiebeln los. Das kleine Grünzeug daneben ist übrigens Spinat. Auch erst Ende November als Gründüngung gesät.

Windei

Seit August ist das weiße Huhn (Schneeweißchen) bei uns – genau so lang wie ihre „Schwester“ Rosenrot. Die Rote legt seit Monaten fast jeden Tag ein Ei. Die Weiße nicht. Nun lagen plötzlich mehrere Tage hintereinander Eier ohne feste Schale im Stall. Nur eine Haut drum, die von den Damen natürlich sofort zerpickt wurde, um an das leckere Ei zu kommen, das sie ratzeputz auffuttern. Nach einigen Tagen Sorge (ist ein Huhn krank? Fehlt Kalk im Futter?) dann die Erleichterung: Windeier kommen zwar auch mal nach Erkrankungen oder Kalkmangel vor, sind aber vor allem ein häufiges Phänomen, wenn Hennen legereif werden. Beim Üben fehlt dann eben anfangs die Schale.
Also, Schneeweißchen, du bist auf einem guten Weg. Und kurz vor Weihnachten lernen wir auch die Sache mit der artgerechten Verpackung noch …

Gedrängel im Hühnergehege

Wenn die Temperaturen sinken, bleiben die Mäuse unter der Erde. Das finden die Greifvögel (Mäusebussard, Hühnerhabicht) gar nicht witzig. Drum trauen sie sich auch an unsere Hühner. Nach einem Todesfall und einer schweren Verletzung in den letzten Jahren sind wir jetzt schlauer. Nicht nur sperren wir die Damen früher weg, nein, jetzt haben sie sogar einen 12 qm großen gesicherten Auslauf zu ihrem kleinen Gehege dazubekommen, nämlich den Kompost. Das Netz ist aus 3 Anhängernetzen (Angebot bei Aldi vor einigen Wochen) zusammengestückelt und mit diversen Streben und Haken befestigt. Im Frühjahr wird es wieder abgebaut. Natürlich machen sie Damen, die ja 1000 qm gewohnt sind, ein Theater zum Steinerweichen. Aber nach ein paar Tagen werden sie sich daran gewöhnt haben (hoffen wir – das laute Gejammere ist nicht zu ertragen …)

Gedrängel im Gewächshaus

Obwohl mein Gewächshaus unbeheizt ist, bietet es einen gewissen Schutz gegen Kälte, vor allem auch gegen eisigen Wind. Deshalb drängeln sich jetzt dort: Der eingeschlagene Porree, das Hochbeet mit den Salatpflanzen, Feldsalat auf dem Boden, der Zitronenbaum, 2 Olivenbäume, der Oleander und der vom Beet gerettete Rotkohl. Und Mäuse. Und ab heute auch: 2 Mausefallen ;-)

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