Gartengeschichten

Auf dem Weg zum Selbstversorger

Ein pfiffiger Blog, der mit Witz und Wissen durch das Selbstversorger-Gartenjahr führt. Tipps speziell für Anfänger sind unter dem Stichwort „Starthilfe“ zu finden. Um Einträge zu kommentieren, melde dich auf unserer Startseite an. Viel Spaß beim Lesen und Gärtnern.

Die Beiträge aus dem ersten Jahr sind übrigens als Buch erschienen: Green Blogging

Erwischt

Es ist wie in einem guten Krimi: Am Ende ist der Täter jemand, den man gar nicht auf dem Schirm hatte. So auch hier: Die Schwarze Henne legt die grünen Eier. Ich jedenfalls bin platt. Hatte doch bei der Roten und der Weiß-schwarzen diese seltsam grünlichen Flecken auf den Hautlappen hinter den Ohren entdeckt ... Tja, da haben die Damen mich reingelegt!

so süß waren die mal ...

Ja, aus Kindern werden Leute und aus Küken junge Hennen. Kinder, wie die Zeit vergeht ... :-)

Ist es die da?

Grüne Eier! War ja klar, immerhin hatten wir grüne Eier ausbrüten lassen. Daraus schlüpfen dann auch Küken, die später selber wieder grüne Eier legen (es sei denn, es findet eine Kreuzung mehrerer Rassen statt ...).Aber wer legt sie nun?
Man sagt, am Hautlappen hinter den Ohren könne man die Eierfarbe erkennen. Mal sehen ...

Süße Trauben

Seit 4 Jahren steht der Weinstock im Gewächshaus, dieses Jahr hat er die ersten Trauben. Zuckersüß und ziemlich groß. Allerdings mit dicken Kernen. Damit kann man schöne Weitspuck-Wettbewerbe machen. Allerdings ist das gesamte Haus Verbotszone.

Voll

Okay, ein paar Gläser sind noch leer, aber im Großen und Ganzen sehe ich dem Winter gelassen entgegen. Aus eigener Kraft (pflücken, nach Hause radeln bzw. aus dem Garten hereintragen, säubern, entsteinen/entkernen, trocknen oder einkochen) haben wir Vorräte von: Erbsen, Chili, Bärlauch, Paprika, Mirabellen, Kirschen, Weinbergpfirsich, Stachelbeeren, Jostabeeren, Johannisbeeren, Zwetschen, Äpfel, Holunder und Quitten und zwar als Trockenobst, Trockengewürz, Kompott, Mus, Saft oder Marmelade. Und das sind nur die Sachen, die an unserer Wohnzimmerwand aufgereiht sind …

12 Stunden später ...

Den vermutlich letzten Pflücktermin am Sonntag haben wir, bei strahlendem Sonnenschein, genutzt, um leckere Äpfel zu pflücken, die zukünftig die Joghurt im Müsli ersetzen sollen. Da Joghurt cremig, ein Apfel aber knackig ist, wurde das Apfelmus erfunden.
Lächerliche 12 Stunden habe ich gebraucht, um 42 Halblitergläser Apfelmus zu machen. Ein einziges Glas ist beim Einkochen nicht zugegangen. Das steht jetzt im Kühlschrank … aber nicht mehr lange :-)
(P.S. Ja, die Joghurt ist in meiner Familie immer schon weiblich. Und der Herr Duden kann mich mal…)

Kartoffeln pflücken

Nein, leider lagen die Kartoffeln nicht als fertige Klöße auf dem Feld beim Biohof und wir konnten sie auch nicht gemütlich im Stehen vom Baum pflücken. Aber da es eine Aktion der Pflückgemeinschaft war, mag man mir die Formulierung verzeihen. Bevor sie (die Kartoffeln im Bild) uns so gut schmeckten, mussten sie erst aufgehoben, weggeschleppt, gewaschen, geschält, gerieben, mit Milch, Butter, Grieß, Salz und Muskatnuss gemischt, geformt und gegart werden.
Aber eigentlich wollte ich ja vom Kartoffelstoppeln berichten. Der Biobauer unseres Vertrauens war wieder so nett, die Pflückgemeinschaft zum Aufheben einzuladen, und so konnte am Freitagabend fast eine ganze Tonne Kartoffeln vor dem Unterpflügen gerettet werden. Danke, lieber Biobauer ! 

Direktkompostierung

Trester ist gemeinhin bekannt aus der Wein- oder Bierherstellung. Aber auch beim einfachen Saftpressen bleibt immer „was Festes“ über: der Trester. Und der ist ein toller Kompost oder, wie in diesem Fall, gleich als Mulch zu gebrauchen. Die Spaziergänger wundern sich wieder ;-)

Apfelschredder und Saftpresse zu verleihen

Übrigens: Die Obstmühle (auch Apfelschredder genannt) und die Saftpresse verleihen wir auch. Beides passt in einen normalen Pkw. Die Mühle zerkleinert die geviertelten Äpfel in ziemlich feine Schnitzel, aus denen dann mit der Presse der Saft herausgepresst wird. Der rohe Saft ist ca. 5 Tage haltbar, eingekocht hält er einige Jahre ... wenn er nicht vorher getrunken wird ;-)

Ein Sonntag auf dem Land

Ja, Landbewohner gehen sonntags seltsamen Beschäftigungen nach. Zumindest schienen das alle Spaziergänger zu finden, die an unserem Grundstück vorbeischlenderten. Sie verdrehten derartig die Köpfe, dass sie die Entgegenkommenden umrannten, die ebenfalls den Blick nicht von uns und unserem „Labor“ wenden konnten. Die Erklärung:
Apfelsaft!
60 kg Äpfel, 18 Liter Saft, 6 Stunden Arbeit mal zwei Personen, bis alle Äpfel aufgelesen, gewaschen, geviertelt, geschreddert, gepresst und abgefüllt waren, bis das Werkzeug vorgereinigt und nachher wieder gespült war.

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